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Vozama : Madagassische Entwicklungs-NGO

Der Interventionskontext

Eine zunehmende Verarmung

In dem von Wirtschaftskrisen und chronischen politischen Unruhen heimgesuchten Madagaskar nimmt das Elend kontinuierlich zu. Seit der Unabhängigkeit 1960 hinkt das Wirtschaftswachstum dem der Bevölkerung hinterher und die Armut wächst dramatisch. Die Regionen Haute Matsiatra (Fianarantsoa) und Amoron’i Mania (Ambositra) zählen zu den ärmsten des Landes. Einer Studie der Weltbank zufolge leben 87,5 % der Bevölkerung unterhalb der erhöhten Armutsgrenze (davon 41 % in extremer Armut), und der Analphabetismus betrifft 53 % der über Fünfzehnjährigen.

Die Kinder sind die ersten Opfer

Das madagassische Bildungssystem wird von der wirtschaftlichen und politischen Krise, aber auch durch die Naturkatastrophen schwer getroffen. Aufgrund einer der Unterernährung, Krankheiten oder dem langen Schulweg geschuldeten Ermüdung gehen viele Kinder nicht oder nur unregelmäßig in die Schule ; ein Phänomen, das auch dadurch verstärkt wird, dass viele Eltern ihre Neugeborenen nicht registrieren lassen.

Die Armen gehen nicht in die Schule

Wie in den meisten Entwicklungsländern hängt auch in Madagaskar der Schulbesuch von der Armut der Haushalte ab. Ein Großteil des Ausschlusses vom Schulsystem kann durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten erklärt werden, welche dazu führen, dass Kinder arbeiten müssen, sich schämen oder keine Motivation haben, in die Schule zugehen. Die Familien sehen sich leider gezwungen, ihre Kinder in Bezug auf den Schulbesuch unterschiedlich zu behandeln, was u.a. von Geburten-Rangfolge, Geschlecht, Behinderung oder Leistungsniveau abhängt.

Eine stark gefährdete Umwelt

Seit Jahrzehnten verschlechtert sich der Zustand der Umwelt in Madagaskar. Aufgrund ihrer extremen Armut können die Bauern nicht langfristig planen und (über)leben durch eine verheerende Abholzung der Böden, die kahl und anfällig zurückbleiben. Das zieht eine massive Erosion nach sich, die die Böden verschlechtert. Eine galoppierende Bevölkerungsentwicklung zwingt die verarmten Bewohner dazu, ihre natürlichen Ressourcen zu zerstören, was jede nachhaltige Entwicklung unmöglich macht. Im ländlichen Raum benutzen die Familien nur selten die Latrinen und verschmutzen dadurch die sie umgebende Natur. Die Nähe von Abwässern und Wasserstellen mit häuslicher Nutzung ruft enorme Gesundheitsprobleme in der Bevölkerung hervor.

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